Die heute bekannt gewordenen Forderungen des CDU-Wirtschaftsrates würden den Alltag vieler Menschen in Wilhelmshaven spürbar verändern. Vorgesehen ist unter anderem, dass Zahnarztbesuche künftig selbst bezahlt werden müssen, soziale Leistungen eingeschränkt und Risiken stärker auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verlagert werden.

Gerade in einer Stadt wie Wilhelmshaven, in der viele Menschen im Schichtdienst arbeiten, im Hafen, in der Industrie, im Handel oder im sozialen Bereich, ist eine solidarische Absicherung kein abstraktes Konzept, sondern Teil des täglichen Lebens. Steigende Mieten, hohe Energiepreise und ein ohnehin angespannter Arbeitsmarkt lassen kaum Raum für zusätzliche private Vorsorge.

„In Wilhelmshaven weiß jede und jeder, was es heißt, für sein Geld hart zu arbeiten“, sagt Dennis Shwec, Vorsitzender der AfA in der SPD Wilhelmshaven. „Wer dann auch noch Zahnarztbesuche aus eigener Tasche zahlen soll, dem wird ganz konkret etwas genommen: Sicherheit. Das ist kein Fortschritt, das ist ein sozialer Rückschritt.“

Neben der geplanten Auslagerung von Gesundheitskosten sehen die Vorschläge des Wirtschaftsrates auch Kürzungen bei Rentenleistungen, eine Verkürzung des Arbeitslosengeldes I sowie ein weiteres Hinausschieben des Renteneintrittsalters vor. Während Unternehmen und hohe Einkommen entlastet werden sollen.

Marvin Hager, Ratsherr und Mitglied der AfA, ordnet die Auswirkungen vor Ort ein: „Der Vorschlag hätte weitreichende Folgen für alle Menschen in unserer Stadt und in unserem Land. Wer Vollzeit arbeitet, darf nicht überlegen müssen, ob ein Arztbesuch bezahlbar ist oder wie schnell man im Falle von Arbeitslosigkeit den Boden unter den Füßen verliert. Der Zugang zur Heilfürsorge ist unantastbar!“

Die AfA in der SPD Wilhelmshaven steht für eine Wirtschaftspolitik, die regionale Realitäten ernst nimmt. Gute Arbeit, verlässliche soziale Sicherung und faire Löhne sind die Grundlage für Zusammenhalt und Zukunftsfähigkeit. Gerade in einer Stadt im Wandel wie Wilhelmshaven. Wer wirtschaftliche Stärke will, muss die Menschen stärken, die sie jeden Tag erarbeiten.