Der Flächennutzungsplan (FNP) 2045 ist ein zentrales Steuerungsinstrument für die soziale, ökologische und wirtschaftliche Zukunft von Wilhelmshaven. Mit der Neuaufstellung des Plans stellt die Stadt die Weichen für ihre räumliche Entwicklung bis zum Jahr 2045. Für die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA) in der SPD Wilhelmshaven steht dabei der Faktor Arbeit im Mittelpunkt. Gute Arbeit braucht Raum für Industrie, Gewerbe, Dienstleistungen, soziale Infrastruktur sowie eine moderne Verbindung von Wohnen und Arbeiten. Der FNP 2045 soll diesen Raum strategisch, vorausschauend und sozial ausgewogen entwickeln.

„Der Flächennutzungsplan 2045 ist kein abstraktes Planwerk, sondern eine zentrale Zukunftsentscheidung für die Beschäftigten in unserer Stadt“, betont Dennis Shwec, Vorsitzender der AfA. „Wer Arbeitsplätze sichern, neue schaffen und Transformation sozial gestalten will, muss heute die richtigen räumlichen Leitlinien diskutieren und festlegen.“

Der bislang wirksame Flächennutzungsplan aus dem Jahr 1977 wird den heutigen Anforderungen an Beschäftigungssicherung, wirtschaftliche Transformation, Klimaschutz und Fachkräftegewinnung nicht mehr gerecht. Die Neuaufstellung des FNP 2045 bietet die Chance, diese Herausforderungen zusammenzuführen. Ziel ist es, Standortentwicklung mit nachhaltiger Mobilität, kurzen Wegen, qualitätsvollem Wohnen und resilienter Infrastruktur zu verknüpfen. Damit kann der FNP 2045 zu einem wichtigen Hebel für zukunftsfähige Arbeitsplätze und eine höhere Lebensqualität für Beschäftigte werden.

Aus Sicht der AfA ist besonders wichtig, dass wirtschaftliche Entwicklung und soziale Verantwortung von Beginn an gemeinsam gedacht werden.

„Gute Arbeit entsteht dort, wo Betriebe, Beschäftigte und Stadtentwicklung zusammenspielen“, erklärt Michael Janßen, Mitglied der AfA. „Der FNP 2045 kann Unternehmen langfristige Orientierung bieten und zugleich dazu beitragen, dass Arbeit, Wohnen und soziale Infrastruktur nicht gegeneinander ausgespielt werden.“

Die AfA begrüßt ausdrücklich den kombinierten Ansatz aus formeller und informeller Bürgerbeteiligung im Aufstellungsverfahren. Die gesetzlich geregelten Beteiligungsstufen nach dem Baugesetzbuch sichern Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und eine faire Abwägung. Ergänzend eröffnet die informelle Beteiligung einen frühen, offenen Dialog mit Beschäftigten, jungen Menschen, Betrieben und der Stadtgesellschaft insgesamt. Dieses Zusammenspiel stärkt die Planungsqualität, erhöht die Akzeptanz und hilft, spätere Nutzungskonflikte zu vermeiden.

„Beteiligung ist für uns kein Feigenblatt, sondern ein echter Standortfaktor“, unterstreicht Sascha Brückner, Mitglied der AfA. „Wenn Erfahrungen aus Betrieben und der Alltag der Beschäftigten früh einbezogen werden, entstehen tragfähige Lösungen, die Investitionen erleichtern und langfristig Sicherheit schaffen.“

Aus Sicht der AfA ist Beteiligung kein Selbstzweck, sondern ein produktiver Bestandteil moderner Stadtentwicklung. Lokales Wissen, betriebliche Erfahrungen und Alltagsrealitäten können so frühzeitig in den Planungsprozess einfließen und den FNP 2045 zu einem belastbaren Orientierungsrahmen für Investitionen, Qualifizierung und Beschäftigung machen.

Die AfA der SPD Wilhelmshaven unterstützt die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans 2045 als strategisches Zukunftsprojekt: sozial, arbeitnehmerorientiert, demokratisch legitimiert und klar ausgerichtet auf gute Arbeit und eine starke Stadt Wilhelmshaven.